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Ausschüttend

Ausschüttend heißt, dass ein Fonds Erträge wie Dividenden oder Zinsen regelmäßig an seine Anleger auszahlt.

Werbung: Verlinkte Vergleiche können vergütete Partnerlinks enthalten. Keine Anlageberatung.

Was bedeutet ausschüttend?

Ein ausschüttender Fonds leitet die Erträge, die er mit seinen Anlagen erwirtschaftet, an die Anteilseigner weiter. Dazu zählen vor allem Dividenden der enthaltenen Aktien sowie Zinsen aus Anleihen. Die Auszahlung erfolgt je nach Fonds jährlich, halbjährlich oder quartalsweise auf das Verrechnungskonto des Depots.

Am Ausschüttungstag sinkt der Anteilswert rechnerisch um den ausgezahlten Betrag, denn das Geld verlässt das Fondsvermögen. Anleger erhalten die Erträge dafür zur freien Verfügung und können sie ausgeben oder selbst wieder anlegen.

Das Gegenmodell ist der thesaurierende Fonds, der Erträge automatisch im Fondsvermögen reinvestiert. Viele ETFs existieren in beiden Varianten auf denselben Index; sie unterscheiden sich nur in der Ertragsverwendung. Im Fondsnamen weist häufig das Kürzel „Dist" oder „Dis" (distributing) auf die ausschüttende Variante hin; verbindliche Angaben stehen im Factsheet und in den Anlegerinformationen.

Ausschüttend in der Praxis

Ein Beispiel: Eine Anlegerin hält Anteile eines ausschüttenden Aktien-ETF in ihrem Depot. Viermal im Jahr schreibt die Depotbank ihr die anteiligen Dividenden der im Index enthaltenen Unternehmen gut. Sie nutzt die Zahlungen als zusätzlichen laufenden Ertrag; alternativ könnte sie die Beträge per Sparplan oder Einzelkauf erneut investieren. Als Anleger kann ich Ausschüttungen so als laufenden Zufluss nutzen, ohne Anteile verkaufen zu müssen; fest zugesagt ist dieser Zufluss allerdings nicht.

Worauf sollte man achten?

Regelmäßige Ausschüttungen fühlen sich an wie sichere Zinsen – genau das sind sie nicht. Ihre Höhe hängt von den tatsächlich erzielten Erträgen ab und kann schwanken oder ganz ausfallen; im schlimmsten Fall bleibt die Zahlung aus, während gleichzeitig der Kurs des Fonds fällt. Dieses bedeutet: Das Marktrisiko bleibt vollständig bestehen, Ausschüttungen schützen nicht vor Kursverlusten. Beachten sollte man außerdem die Steuer: Die Zahlungen unterliegen grundsätzlich der Kapitalertragsteuer, wobei ein erteilter Freistellungsauftrag Erträge bis zum persönlichen Freibetrag steuerfrei stellt. Wer Erträge ohnehin wieder anlegen möchte, verursacht bei manueller Wiederanlage unter Umständen zusätzliche Ordergebühren.