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US-Firmen kaufen Milliarden Bitcoin und Ethereum trotz teurer Kurse

Große US-Holdinggesellschaften wie Strive, BitMine und MicroStrategy geben erneut enorme Summen für Kryptowährungen aus, während traditionelle Fonds parallel große Kapitalzuflüsse verzeichnen.

Veröffentlicht am 03.09.2026 · Quelle: BeInCrypto

Im Fokus stehen derzeit drei Unternehmen aus den USA: Die Holdinggesellschaft Strive hat ihre Bitcoin-Käufe in diesem Jahr massiv gesteigert. Zusammen mit BitMine und MicroStrategy haben diese Akteure kürzlich jeweils neue Anschaffungen bekannt gegeben, die auf einen klaren Geschäftstakt basieren.

Ein Geschäftsmodell ohne Fehler?

Klingt es zunächst wie finanzieller Verrat, wenn Firmen Aktien verkaufen um damit teures Bitcoin zu kaufen: Das ist strategisch kalkuliert. Die Unternehmen operieren nach dem Prinzip, dass ihre Aktie an der Börse steigt, sobald die Kurswerte ihrer Krypto-Schatzkammer steigen.

Dieser Mechanismus lässt sich am Beispiel von Strive gut erklären. Um neue Bitcoins einzukaufen hat das Unternehmen kürzlich etwa 3,6 Millionen eigene Class-A-Aktien ausgegeben und gleichzeitig seine Liquidität um mehr als elf Millionen Dollar erhöht.

Die Käufe selbst sind quantitativ enorm: Während MicroStrategy den Durchschnittspreis für einen Bitcoin im letzten Handelstag bei rund 75.400 USD bezifferte, zahlte Strive pro Coin etwas über 79.000 US-Dollar. Insgesamt beliefen sich die Ausgaben der beiden Hauptkäufer innerhalb einer Woche auf mehr als eine Milliarde Dollar.

Zur Strategie von BitMine gehört es nicht zuletzt ein ständiger Fokus auf Ether-Anschaffungen, wobei dieses Unternehmen mittlerweile fast neun Prozent des gesamten Ethereum-Vorhandenseins hält und durch das Validator-Netzwerk MAVAN erwirtschaftete Erträge nutzt. Die Vorsitzenden dieser Firmen wie Tom Lee rechnen damit jährliche Erträge von mehreren hundert Millionen Dollar zu generieren.

Warum kommt der Markt jetzt wieder an? Der Grund liegt in den Geldflüssen institutioneller Anleger, nicht nur im Hype rund um Kryptoassets. Daten zeigen klare Muster: Nachdem Spot-Bitcoin-Fonds im Juni noch Milliarden abgezogen hatten, stromten ihnen im August über 3,3 Milliarden Dollar zu.

Diese Rotation bedeutet konkret für die Kurse: Der Kaufbedarf der Fonds treibt den Wert der Coins in die Höhe, was wiederum das Vermögen der Holdinggesellschaften aufbläht und so neue Krypto-Käufe finanziell ermöglicht. Kurz um: Hohe Bitcoin-Preise begünstigen Unternehmen wie Strive.

Im Gegensatz dazu stehen kurzfristige Schwankungen am Aktienmarkt oder Gerüchte über regulatorische Änderungen in den USA, die von Politikern wie Präsident Trump thematisiert werden könnten. Solche Faktoren sind für diese langfristig denkenden Treuhänder zweitrangig.

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