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Coldcard-Hack treibt Bitcoin zurück an zentrale Börsen
Nach dem Coldcard-Hack fließen über 7.300 BTC in einem Tag von kleinen Haltern zu zentralisierten Anbietern, was die Debatte um Eigenverwahrung wieder aufgreift.
Veröffentlicht am 05.08.2026 · Quelle: BTC-ECHO
Der jüngste Sicherheitsvorfall bei der Hardware-Walletfirma Coldcard hat eine deutliche Verschiebung im Verhalten kleiner Bitcoin-Besitzer ausgelöst. Während nach dem FTX-Kollaps viele Anleger in die Selbstverwährung gewechselt waren, führt dieser Hack nun zu einer massiven Rückbewegung.
Stark gesteigerte Transaktivität
Laut On-Chain-Daten gelangten am 31. Juli Nettozuflüsse von insgesamt 11.163 Bitcoin auf zentrale Handelsplattformen und andere zentralisierte Dienstleister an. Dabei überwiegen die Aktionen kleinerer Halter: Einzeltransaktionen mit weniger als zehn Bitcoin erreichten ein Volumen von ungefähr 7.300 BTC.
Auch das Netzwerk selbst zeigt Anzeichen erhöhter Aktivität, was angesichts des Sicherheitsrisikos bemerkenswert ist. Die Anzahl der täglich aktiven Adressen stieg innerhalb eines Tages von etwa 645.000 am Vortag auf fast eine Million an. Das Gesamtvolumen aller Überweisungen unter einem Bitcoin belief sich bei rund 39.600 BTC, ein Wertvergleich mit dem Zeitraum nach der FTX-Insolvenz möglich ist.
Zentralisierte Börsen bieten in diesem Kontext spezifische Vorteile: Sie können verdächtige Transaktionen bereits im Vorfeld blockieren. So hat beispielsweise die Krypto-Börse OKX nach eigenen Angaben betrügerische Überweisungen im Wert von 26,3 Millionen US-Dollar verhindert und mehr als 500.000 Kunden mit Vermögenswerten von einem Gegenwert von 1,1 Milliarden US-Dollar geschützt.
Der Wechsel auf eine zentrale Börse verlagert das Sicherheitsrisiko allerdings nur in eine andere Form. Für die Verwahrung der eigenen Bitcoin verzichten die Nutzer auf die unmittelbare Kontrolle über ihre Coins und sind von den Sicherheitsmaßnahmen sowie der Zahlungsfähigkeit des jeweiligen Anbieters abhängig. Der Zusammenbruch von FTX hatte eben dieses Risiko sichtbar gemacht.
Kurz um: Anleger müssen abwägen, ob sie das Verwahrungsrisiko in einer Institution oder durch die Gefahr eines Hardware-Fehlers eingehen wollen. Im schlimmsten Fall führt eine scheinbar sichere Selbstverwahrung zu einem Totalverlust bei Diebstahl der Geräte, während zentralisierte Anbieter zwar Ausfälle riskieren können, aber Transaktionswarnungen aussprechen.
Kryptowerte sind hochvolatil, Totalverlust möglich, keine gesetzliche Einlagensicherung.
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