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EZB holt Leitzins höher – Tagesgelder profitieren
Die EZB hebt den Leitzins nach langer Pause wieder an. Sparer müssen nichts fürchten, im Gegenteil: Attraktive Konditionen sind gerade verfügbar.
Veröffentlicht am 14.08.2026 · Quelle: SZ.de
Nach einer einjährigen Zinsenruhe kehrt die Europäische Zentralbank zur aktiven Geldpolitik zurück. In ihrer Sitzung vom 11. Juni 2026 hat der EZB-Rat beschlossen, drei Leitzinsen um insgesamt 0,25 Prozentpunkte anzuregen. Dabei klettert der für Spareinlagen entscheidende Einlagezins auf 2,25 % p.a., während der Hauptrefinanzierungssatz bei 2,40 % liegt.
Diese Entscheidung markiert eine echte Kurskorrektur nach sieben Monaten unveränderter Zinsen. Der Auslöser ist eine Inflation im Euroraum von zuletzt drei Prozent, die deutlich über dem angestrebten Zielwert der Notenbank bleibt.
Direkte Auswirkungen für Sie
Was zunächst als Erhöhung klingt, bedeutet für Sparer nichts Geringeres. Während Kreditnehmer in den meisten Fällen mit steigenden Refinanzierungskosten rechnen müssen und sich dessen bewusst sind, profitieren Kontoinhaber von der höheren Geldmarktbasis.
Dieses ist insbesondere dann relevant, wenn Banken ihre Einlagenzinsen entsprechend anpassen. Aktuell finden Anleger Angebote vor, die weit über dem neuen EZB-Einlagezins liegen.
So bietet Crédit Agricole Savings beispielsweise einen Zinssatz von 4,00 % p.a., gültig bis Ende Januar 2027 für Einlagen zwischen zehn und 60.000 Euro.
Auch die Consorsbank setzt auf attraktive Konditionen mit einem Satz von 3,40 %, ohne Mindesteinlage aber begrenzt auf fünf Monate Laufzeit. Zudem stellt eToro ein unbefristetes Angebot in Höhe von 3,55 % bereit, wobei hier die Gutschrift monatlich erfolgt und der Betrag in US-Dollar angespart wird.
Vor diesem Währungsrisiko muss man sich bewusst werden.
Wer jetzt handelt, sichert sich diese Vorteile noch. Kurz um: Der beste Deal ist selten den anderen überlegen; er endet bald. Zwischen dem schlechtesten und besten Angebot existiert derzeit eine Kluft von mehr als 2,5 Prozentpunkten.
Dieses heißt konkret: Bei einer Sparsumme von 20.000 Euro wären das schnell 500 Euro extra Zinsen im Jahr nur durch den Anbieterwechsel möglich.
Am nächsten Termin am 23. Juli könnte die EZB erneut steigen lassen, sollte die Inflationsrate nicht fallen.
Für Sparer bedeutet dieses auf jeden Fall: Aktuelle Top-Zinsen frühzeitig nutzen und über mehrere Institute verteilen, wenn der Betrag den gesetzlichen Schutz von 100.000 Euro überschreitet.
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