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EZB-Leitzins steigt auf 2,25 %: Tagesgeldzinsen bleiben hoch

Nach der EZB-Ratssitzung vom 11. Juni 2026 hat die Europäische Zentralbank den Leitzins erneut angehoben. Damit steigen auch die Zinsen für Sparer deutlich über das Bankenniveau hinaus.

Veröffentlicht am 26.08.2026 · Quelle: SZ.de

Langfristig stagnierte die Geldpolitik, doch am Montag brach der Stau weg: Die EZB entschied sich wieder zum Handeln und hob ihre Hauptrefinanzierungsrate um 0,25 Prozentpunkte auf ein neues Niveau von 2,40 % an. Für den Durchschnittssparer ist vor allem der Einlagezins entscheidend.

Dieser hat entsprechend die Anpassung erfahren und liegt nun bei genau 2,25 %. Dies bedeutet eine Rückkehr zu aktiver Zinspolitik nach einer langen Phase des Wartens seit Herbst letzten Jahres. Diese Korrektur war nötig, da Inflationswerte im Euroraum zuletzt erneut über dem Ziel von 2,0 % schwebten.

Attraktive Konditionen vor der Inflation

< p>Klingt zunächst kontraintuitiv, ist aber ein marktüblicher Mechanismus: Einzelbanken haben die Zinswende bereits im Vorfeld ignoriert. Wer heute sparen möchte, findet deutlich bessere Sätze als den offiziellen EZB-Rahmen.

Credit Agricole Savings bietet aktuell eine Laufzeitgarantie bis Ende Januar 2027 zu einem Satz von vier Prozent pro annum. Diese Kondition gilt für Einlagen zwischen zehn und 60.000 Euro ohne Mindestanlagebeschränkung.

< p>Eine alternative Lösung stellt Consorsbank dar, die mit drei,40 % Zinsen bis zu einer Million Euro entgeltet – allerdings nur befristet auf fünf Monate Laufzeit bei monatlicher Gutschrift. Wer flexibel bleibt und kein Währungsrisiko will, schaut sich andere Varianten an.

Beim Vergleich von Angeboten zeigt sich: Zwischen den schlechtesten Bedingungen und dem besten Tagesgeld liegen aktuell mehr als zweiinhalb Prozentpunkte. Bei einer Anlagehöhe von 20.000 Euro entspricht dies einem Unterschied von über fünfzig Euro jährlich am Jahresende.

< p>Kurz um:< p>Außerdem ist der gesetzliche Schutz bis 100.000 Euro in jedem Fall gewährleistet; darüber hinaus sollte man seine Ersparnisse strategisch verteilen. Dieses ist besonders sinnvoll, da die Inflationsentwicklung weiterhin Unsicherheiten aufwirft. Wer diesbezüglich unsicher bleibt, dem sei empfohlen: Nicht alles an einem Ort unterzubringen.

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