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TER
Die TER (Total Expense Ratio) gibt die jährlichen laufenden Kosten eines Fonds oder ETF in Prozent des Fondsvermögens an.
Werbung: Verlinkte Vergleiche können vergütete Partnerlinks enthalten. Keine Anlageberatung.
Was bedeutet TER?
TER steht für Total Expense Ratio, auf Deutsch Gesamtkostenquote. Sie fasst die laufenden Kosten eines Investmentfonds oder ETF zusammen, darunter Verwaltungsvergütung, Gebühren der Verwahrstelle sowie Kosten für Lizenz, Vertrieb und Betrieb. Angegeben wird die TER als Prozentsatz des Fondsvermögens pro Jahr.
Die Kosten werden Anlegern nicht separat in Rechnung gestellt, sondern anteilig direkt aus dem Fondsvermögen entnommen. Sie mindern also laufend die Wertentwicklung, ohne dass eine eigene Abbuchung sichtbar wird.
Wichtig zu wissen: Die TER umfasst nicht alle Kosten. Transaktionskosten innerhalb des Fonds, die eigenen Ordergebühren beim Kauf und Verkauf sowie die Handelsspanne an der Börse (Spread) kommen hinzu und sind in der Quote nicht enthalten.
TER in der Praxis
Ein Beispiel: Zwei ETFs bilden denselben Index ab, der eine mit einer TER von 0,15 Prozent, der andere mit 0,50 Prozent pro Jahr. Bei einem angelegten Betrag von 10.000 Euro entspricht das laufenden Kosten von etwa 15 beziehungsweise 50 Euro jährlich. Über viele Jahre kann sich dieser Unterschied spürbar auf das Anlageergebnis auswirken. Dieses bedeutet: Die Kosten wirken wie ein fester Abzug von der Wertentwicklung, der unabhängig von der Marktlage anfällt.
Worauf sollte man achten?
Die niedrigste TER macht einen Fonds nicht automatisch zum besten Produkt – aussagekräftiger ist oft die Tracking-Differenz, also der tatsächliche Abstand der Fondsentwicklung zum Index, denn sie enthält alle Effekte inklusive interner Handelskosten. Eine niedrige Kostenquote schützt zudem nicht vor Verlusten: Auch der günstigste Fonds verliert an Wert, wenn der zugrunde liegende Markt fällt; im schlimmsten Fall spare ich als Anleger ein paar Euro an Gebühren und verliere zugleich ein Vielfaches davon über den Kurs. Kosten sollte man daher immer zusammen mit Anlagestrategie und Risiko betrachten, etwa über die Themenseite ETF.