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Dispokredit
Der Dispokredit ist ein eingeräumter Kreditrahmen auf dem Girokonto, mit dem man das Konto bis zu einer Grenze überziehen darf.
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Was bedeutet Dispokredit?
Der Dispositionskredit, kurz Dispo, ist eine von der Bank eingeräumte Kontoüberziehung auf dem Girokonto. Die Bank legt dafür einen Rahmen fest, bis zu dem das Konto ins Minus rutschen darf. Innerhalb dieses Rahmens kann man flexibel über Geld verfügen, das eigentlich nicht auf dem Konto liegt, ohne dass es dafür eines gesonderten Kreditantrags für jede einzelne Verfügung bedarf.
Die Höhe des Dispos orientiert sich üblicherweise an den regelmäßigen Geldeingängen, häufig am Gehalt. Zinsen fallen nur auf den tatsächlich in Anspruch genommenen Betrag und nur für die Tage der Nutzung an. Dispozinsen gehören allerdings zu den teuersten Zinssätzen im Privatkundengeschäft und liegen deutlich über den Konditionen von Ratenkrediten.
Wird der eingeräumte Rahmen überschritten, spricht man von einer geduldeten Überziehung. Dafür berechnen viele Banken noch einmal höhere Zinsen, und die Bank kann Zahlungen auch ablehnen.
Dispokredit in der Praxis
Typisch ist der kurzfristige Engpass: Die Autoreparatur wird Ende des Monats fällig, das Gehalt kommt erst in einer Woche. Der Dispo überbrückt diese Lücke, ohne dass Lastschriften platzen oder Daueraufträge scheitern. Als Kontoinhaber weiß ich damit, dass mein Zahlungsverkehr weiterläuft, auch wenn das Konto kurz ins Minus rutscht. Sobald der nächste Geldeingang auf dem Girokonto verbucht ist, gleicht er das Minus automatisch aus, und die Zinsbelastung endet.
Problematisch wird es, wenn aus der Überbrückung ein Dauerzustand wird und das Konto Monat für Monat im Minus startet. Dann zahlt man fortlaufend hohe Zinsen, ohne den Sockelbetrag je abzubauen.
Worauf sollte man achten?
Der Dispo klingt nach bequemem Spielraum, ist aber einer der teuersten Kredite im Privatkundengeschäft. Man sollte ihn deshalb als kurzfristiges Instrument begreifen, nicht als dauerhafte Finanzierung. Wer das Minus über Monate nicht loswird, fährt mit einer Umschuldung in einen Ratenkredit mit festen Raten meist deutlich günstiger; im schlimmsten Fall wächst das Minus sonst schleichend weiter, bis die Bank den Rahmen kürzt oder das Konto kündigt. Sinnvoll ist auch, den eingeräumten Rahmen bewusst zu begrenzen, um sich selbst zu disziplinieren. Dieses bedeutet keinen Verzicht, sondern eingebauten Schutz vor der eigenen Bequemlichkeit. Ein Blick auf den Dispozins lohnt beim Kontovergleich ebenso wie auf Kontoführungsgebühren, denn die Unterschiede zwischen Banken sind erheblich. Wer laufend Zahlungen über eine Kreditkarte abwickelt, sollte zudem deren Abrechnungstermin im Blick behalten, damit die Abbuchung das Konto nicht ungeplant ins Minus zieht.