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Wertstellung
Die Wertstellung ist das Datum, ab dem eine Buchung auf dem Konto zinswirksam wird, auch Valuta genannt.
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Was bedeutet Wertstellung?
Die Wertstellung, auch Valuta genannt, bezeichnet den Tag, ab dem eine Gutschrift oder Belastung auf dem Konto zinswirksam wird. Sie bestimmt also, ab wann ein eingegangener Betrag zugunsten des Kontoinhabers verzinst beziehungsweise ab wann eine Abbuchung zinswirksam berücksichtigt wird. Auf dem Kontoauszug erscheint die Wertstellung neben dem Buchungsdatum, und beide Daten können auseinanderfallen.
Der Unterschied zwischen Buchungstag und Wertstellungstag ist rechtlich bedeutsam. Für eingehende Überweisungen gilt: Die Bank muss den Betrag so wertstellen, dass dem Kunden kein Zinsnachteil entsteht; eingegangenes Geld darf nicht künstlich mit späterem Valutadatum versehen werden. Bei Bareinzahlungen auf das eigene Konto muss die Wertstellung ebenfalls unverzüglich erfolgen.
Praktisch relevant ist die Wertstellung vor allem bei Konten im Minus und bei verzinsten Guthaben: Sie entscheidet, für wie viele Tage Dispozinsen anfallen oder ab wann Guthabenzinsen laufen.
Wertstellung in der Praxis
Nehmen wir den Gehaltseingang am Freitagabend: Gebucht und wertgestellt wird zum selben Tag. Das bedeutet: Das Konto ist ab Freitag ausgeglichen, selbst wenn die Anzeige im Online-Banking erst später aktualisiert wird. Umgekehrt kann eine Kartenzahlung vom Wochenende erst am Montag gebucht, aber je nach Verfahren abweichend wertgestellt werden. Führe ich mein Girokonto als Kontoinhaber nahe an der Nulllinie, sehe ich an der Wertstellung, ob und wie lange tatsächlich Sollzinsen berechnet werden.
Worauf sollte man achten?
Das Valutadatum klingt nach einer Doppelung des Buchungstags, entscheidet aber über die Zinsrechnung. Man sollte bei Kontoauszügen deshalb auf beide Daten schauen, insbesondere wenn das Konto zeitweise im Minus ist; auffällige Verzögerungen bei Gutschriften kann man bei der Bank reklamieren. Wichtig ist die Wertstellung auch bei Terminüberweisungen kurz vor Fristende: Maßgeblich für die Rechtzeitigkeit einer Zahlung ist regelmäßig der Eingang beim Empfänger, im schlimmsten Fall gilt eine zu knapp angewiesene Zahlung als verspätet, und es drohen Mahnkosten. Dieses bedeutet: Man sollte Bankarbeitstage einplanen oder auf die Echtzeitüberweisung ausweichen. Grundlagen zu Zinsen und Kontoführung erklärt der Bereich Finanzwissen.