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Diversifikation

Diversifikation bezeichnet die Streuung des angelegten Kapitals über viele Wertpapiere, Branchen, Länder und Anlageklassen.

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Was bedeutet Diversifikation?

Diversifikation ist das Grundprinzip der Risikostreuung bei der Geldanlage. Statt das gesamte Kapital in ein einzelnes Wertpapier zu stecken, wird es auf viele verschiedene Anlagen verteilt. Gestreut werden kann über einzelne Titel, Branchen, Regionen und Währungen sowie über Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Immobilien oder Rohstoffe.

Der Gedanke dahinter: Entwickeln sich einzelne Anlagen schlecht, können andere Positionen dies zumindest teilweise ausgleichen. Das Risiko, durch die Schieflage eines einzelnen Unternehmens große Teile des Vermögens zu verlieren, sinkt mit zunehmender Streuung deutlich.

Besonders einfach lässt sich Diversifikation heute über breit gestreute Fonds und ETFs umsetzen, die mit einem einzigen Produkt hunderte oder tausende Wertpapiere abdecken.

Diversifikation in der Praxis

Ein Beispiel: Ein Anleger hält sein gesamtes Depot in der Aktie eines einzigen Unternehmens. Gerät dieses in eine Krise, trifft ihn der Kursverlust mit voller Wucht. Eine Anlegerin mit einem weltweit gestreuten Aktien-ETF über mehrere hundert Unternehmen und einem Anteil verzinslicher Anlagen ist vom Absturz eines Einzelwerts dagegen nur geringfügig betroffen, weil dieser nur einen kleinen Teil ihres Portfolios ausmacht. Dieses ist der Kern der Diversifikation: Kein Einzelwert darf so groß werden, dass sein Ausfall das Gesamtvermögen gefährdet.

Worauf sollte man achten?

Viele Positionen im Depot bedeuten noch keine echte Streuung – wenn mehrere Fonds dieselben Schwergewichte enthalten, kauft man dasselbe Risiko mehrfach. Auf solche verdeckten Klumpenrisiken sollte man achten. Diversifikation reduziert zudem nur Einzelrisiken, das allgemeine Marktrisiko bleibt bestehen: In breiten Abschwüngen fallen viele Anlageklassen gleichzeitig, im schlimmsten Fall verliert auch ein gut gestreutes Portfolio zeitweise deutlich an Wert. Die Beimischung sicherer verzinster Anlagen wie Tages- oder Festgeld kann die Schwankungen des Gesamtvermögens spürbar verringern. Als Anleger kann ich die Aufteilung außerdem regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls per Rebalancing wieder ins Gleichgewicht bringen.