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Volatilität
Volatilität misst, wie stark der Kurs eines Wertpapiers oder Marktes innerhalb eines Zeitraums um seinen Mittelwert schwankt.
Werbung: Verlinkte Vergleiche können vergütete Partnerlinks enthalten. Keine Anlageberatung.
Was bedeutet Volatilität?
Volatilität ist ein Maß für die Schwankungsintensität von Kursen. Berechnet wird sie in der Regel als Standardabweichung der Renditen über einen bestimmten Zeitraum und in Prozent angegeben. Je höher der Wert, desto stärker bewegte sich der Kurs nach oben und unten um seinen Durchschnitt.
In der Finanzpraxis dient Volatilität als gängige Kennzahl für das Risiko einer Anlage. Aktien weisen typischerweise höhere Schwankungen auf als Anleihen oder Tages- und Festgeld; einzelne Aktien schwanken meist stärker als breit gestreute Indizes.
Unterschieden wird zwischen historischer Volatilität, die aus vergangenen Kursen berechnet wird, und impliziter Volatilität, die aus Optionspreisen abgeleitet die vom Markt erwartete künftige Schwankungsbreite widerspiegelt. Angaben zur Volatilität finden sich unter anderem in Fonds-Factsheets und Basisinformationsblättern, meist bezogen auf Zeiträume von einem, drei oder fünf Jahren.
Volatilität in der Praxis
Ein Beispiel: Zwei Fonds haben über zehn Jahre eine ähnliche durchschnittliche Wertentwicklung erzielt. Fonds A schwankte dabei moderat, Fonds B verzeichnete zwischenzeitlich sehr starke Ausschläge nach oben und unten. Fonds B hatte die höhere Volatilität; wer dort zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkaufen musste, konnte trotz gleicher langfristiger Entwicklung deutlich schlechter abschneiden. Dieses ist der praktische Kern der Kennzahl: Gleiche Durchschnittsrendite kann sich im Verlauf völlig unterschiedlich anfühlen und auszahlen.
Worauf sollte man achten?
Niedrige Volatilität wird gern mit Sicherheit verwechselt – die Kennzahl misst aber nur die Schwankung, nicht die Richtung: Eine Anlage kann trotz niedriger Volatilität dauerhaft an Wert verlieren. Hohe Volatilität bedeutet größere Chancen auf Kursgewinne, aber ebenso größere zwischenzeitliche Verlustrisiken. Wer schwankungsreiche Anlagen hält, sollte einen langen Anlagehorizont haben und nicht darauf angewiesen sein, in einem Kurstief verkaufen zu müssen; im schlimmsten Fall zwingt ein Geldbedarf zur Unzeit dazu, hohe Buchverluste endgültig zu realisieren. Als Anleger kann ich die Schwankungen meines Portfolios über eine breite Diversifikation dämpfen, Kursverluste ausschließen kann ich damit nicht.