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Liquidität

Liquidität ist die Fähigkeit eines Unternehmens, fällige Zahlungen jederzeit leisten zu können. Sie ist wichtiger als kurzfristiger Gewinn.

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Was bedeutet Liquidität?

Liquidität bezeichnet die Fähigkeit eines Unternehmens, seinen fälligen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht und in voller Höhe nachzukommen, also Löhne, Miete, Lieferanten, Steuern und Kredite pünktlich zu bedienen. Sie speist sich aus dem Kontoguthaben, kurzfristig verfügbaren Anlagen, offenen Kreditlinien und den laufenden Zahlungseingängen.

Liquidität ist von Gewinn zu unterscheiden. Ein profitables Unternehmen kann zahlungsunfähig werden, wenn Kunden zu spät zahlen oder Umsätze im Lager gebunden sind. Umgekehrt kann ein Betrieb trotz Verlustphase zahlungsfähig bleiben, solange genug Geld verfügbar ist. Anhaltende Zahlungsunfähigkeit ist bei den meisten Rechtsformen ein Insolvenzgrund, weshalb die Liquiditätssicherung zu den wichtigsten Aufgaben der Unternehmensführung zählt.

Kennzahlen wie die Liquiditätsgrade setzen verfügbare Mittel ins Verhältnis zu kurzfristigen Verbindlichkeiten und machen die Lage messbar.

Liquidität in der Praxis

Nehmen wir eine Agentur mit 15.000 Euro festen Kosten im Monat. Auf dem Konto liegen 10.000 Euro, offene Kundenrechnungen summieren sich auf 20.000 Euro mit Zahlungszielen von 30 Tagen. Zahlen zwei große Kunden verspätet, reicht das Guthaben nicht für Gehälter und Miete. Das bedeutet: Eine Kreditlinie von beispielhaft 10.000 Euro überbrückt die Lücke, bis die Zahlungen eingehen, kostet aber Zinsen. Als Selbstständiger habe ich gelernt, auf den Kontostand in sechs Wochen zu schauen statt nur auf den von heute.

Worauf sollte man achten?

Grundlage ist ein einfacher Liquiditätsplan, in dem man erwartete Ein- und Auszahlungen der nächsten Wochen gegenüberstellt, einschließlich Steuerterminen. Eine gute Auftragslage wird gern mit Zahlungsfähigkeit gleichgesetzt; tatsächlich kann auch ein profitabler Betrieb zahlungsunfähig werden, im schlimmsten Fall endet das trotz voller Auftragsbücher in der Insolvenz. Schnelle Rechnungsstellung, konsequentes Mahnwesen und verhandelte Zahlungsziele bei Lieferanten verbessern die Lage spürbar.

Als Puffer empfehlen sich eine Rücklage auf einem separaten Konto sowie ein vorsorglich vereinbarter Kontokorrentkredit. Dieses bedeutet einen doppelten Boden für schwache Monate. Reicht das nicht, kann ein Kredit für Selbstständige mit planbaren Raten strukturelle Lücken schließen.