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SEPA-Lastschrift
Die SEPA-Lastschrift ist ein Einzugsverfahren, bei dem der Zahlungsempfänger fällige Beträge mit Mandat direkt vom Konto abbucht.
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Was bedeutet SEPA-Lastschrift?
Bei einer SEPA-Lastschrift zieht der Zahlungsempfänger einen Betrag selbst vom Konto des Zahlers ein, statt auf eine Überweisung zu warten. Grundlage ist das SEPA-Lastschriftmandat: eine Erlaubnis, mit der man dem Empfänger gestattet, Zahlungen einzuziehen, und zugleich die eigene Bank anweist, diese Lastschriften einzulösen. Ohne gültiges Mandat darf keine Abbuchung erfolgen.
Das Verfahren ist im gesamten SEPA-Raum einheitlich geregelt. Im Privatkundenbereich kommt die SEPA-Basislastschrift zum Einsatz; daneben existiert die Firmenlastschrift für den Geschäftsverkehr, die strengeren Regeln folgt und kein vergleichbares Erstattungsrecht kennt.
Für Verbraucher zentral ist der gesetzliche Erstattungsanspruch: Eine autorisierte Basislastschrift kann man innerhalb von acht Wochen nach der Belastung ohne Angabe von Gründen zurückgeben. Wurde ein Betrag ganz ohne gültiges Mandat abgebucht, verlängert sich die Frist auf 13 Monate.
SEPA-Lastschrift in der Praxis
Im Alltag laufen viele wiederkehrende Zahlungen per Lastschrift: Strom und Gas, Telefon- und Streamingverträge, Versicherungsbeiträge oder die Kreditkartenabrechnung. Als Kontoinhaber weiß ich damit, dass ich keine Fälligkeit verpassen kann, solange das Girokonto ausreichend gedeckt ist. Auch schwankende Beträge, etwa die jährliche Stromabrechnung, lassen sich so bequem begleichen.
Wer eine unberechtigte oder fehlerhafte Abbuchung entdeckt, veranlasst die Rückgabe direkt im Online-Banking oder in der Filiale. Das Geld wird dem Konto wieder gutgeschrieben; die Klärung der eigentlichen Forderung erfolgt anschließend mit dem Empfänger.
Worauf sollte man achten?
Die Lastschrift-Rückgabe klingt nach einem Storno der Forderung, ist aber nur eine Rückbuchung des Geldes: Die Forderung selbst bleibt bestehen, der Empfänger kann den Betrag weiterhin verlangen und Verzugsfolgen geltend machen. Man sollte Kontoauszüge regelmäßig prüfen, um unbekannte Abbuchungen rechtzeitig zu erkennen, und Mandate bei Vertragsende ausdrücklich widerrufen. Wichtig ist außerdem eine ausreichende Kontodeckung: Dieses bedeutet, platzt eine Lastschrift mangels Guthaben, berechnen viele Empfänger Rücklastschriftkosten, im schlimmsten Fall folgen Mahnungen und weitere Verzugskosten. Grundwissen zu Zahlungsverfahren bündelt der Bereich Finanzwissen.