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Aktionszins

Ein Aktionszins ist ein zeitlich befristeter, erhöhter Zinssatz, mit dem Banken vor allem Neukunden für Tagesgeld gewinnen wollen.

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Was bedeutet Aktionszins?

Als Aktionszins bezeichnet man einen Zinssatz, den eine Bank für einen begrenzten Zeitraum über ihrem regulären Niveau ansetzt. Solche Angebote richten sich meist an Neukunden und sind ein klassisches Marketinginstrument im Wettbewerb um Einlagen, besonders beim Tagesgeld. Nach Ablauf der Aktionsphase, häufig nach drei, vier oder sechs Monaten, fällt die Verzinsung auf den regulären Bestandszins der Bank zurück.

Aktionszinsen sind in der Regel an Bedingungen geknüpft. Typisch sind eine Begrenzung auf Neukunden, eine maximale Anlagesumme, bis zu der der erhöhte Satz gilt, und die zeitliche Befristung. Manche Institute verlangen zusätzlich, dass das Geld frisch von einer anderen Bank überwiesen wird.

Für Sparer ist der Aktionszins weder gut noch schlecht, er ist schlicht befristet. Entscheidend ist, das Angebot als das zu verstehen, was es ist: eine vorübergehende Prämie, nicht die dauerhafte Verzinsung.

Aktionszins in der Praxis

Nehmen wir ein generisches Beispiel ohne Bezug zu aktuellen Konditionen: Eine Bank bietet Neukunden für sechs Monate einen Beispielzins von 3 Prozent pro Jahr, danach gilt ein Bestandszins von beispielhaft 1 Prozent. Bei 20.000 Euro Anlage ergibt das in der Aktionsphase etwa 300 Euro Zinsen, im folgenden Halbjahr nur noch rund 100 Euro. Das bedeutet aufs Jahr gerechnet eine effektive Verzinsung von etwa 2 Prozent, deutlich unter dem beworbenen Aktionssatz. Als Sparer kann ich ein Angebot daher erst beurteilen, wenn ich beide Phasen zusammenrechne.

Worauf sollte man achten?

Wichtig sind vor allem drei Punkte: Wie lange gilt der Aktionszins, bis zu welcher Summe gilt er, und welcher Bestandszins greift danach. Der beworbene Satz wird gern für die Jahresrendite gehalten; tatsächlich gilt er nur für die Aktionsphase, im schlimmsten Fall liegt das Geld danach jahrelang unbeachtet zum mageren Bestandszins. Wer den Ablauf der Aktionsphase im Kalender notiert, kann rechtzeitig vergleichen und das Guthaben gegebenenfalls zu einem besseren Angebot umschichten.

Häufiges Wechseln zwischen Aktionsangeboten, das sogenannte Zinshopping, ist legitim. Dieses bedeutet allerdings Aufwand durch Kontoeröffnungen, Identifikation und neue Freistellungsaufträge. Ein aktueller Tagesgeld-Vergleich hilft, Aktions- und Folgekonditionen nebeneinanderzustellen.