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Bonität
Bonität bezeichnet die Kreditwürdigkeit einer Person oder eines Unternehmens, also die Fähigkeit und Bereitschaft, Schulden vertragsgemäß zurückzuzahlen.
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Was bedeutet Bonität?
Bonität beschreibt, wie kreditwürdig ein Schuldner ist. Sie setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: der wirtschaftlichen Fähigkeit, einen Kredit zu bedienen, und der persönlichen Zahlungsmoral, also der bisherigen Zuverlässigkeit bei der Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen.
Banken sind bei Verbraucherdarlehen gesetzlich verpflichtet, vor der Kreditvergabe die Kreditwürdigkeit zu prüfen. In diese Prüfung fließen regelmäßig das Einkommen, bestehende Verpflichtungen, die Haushaltsrechnung sowie Auskünfte von Auskunfteien wie der SCHUFA ein. Aus diesen Daten leiten Institute häufig einen internen Score ab, der die Ausfallwahrscheinlichkeit abbildet.
Die Bonität beeinflusst nicht nur, ob ein Kredit gewährt wird, sondern bei bonitätsabhängigen Angeboten auch, zu welchem Zinssatz. Je besser die Bonität eingeschätzt wird, desto niedriger fällt in der Regel der angebotene effektive Jahreszins aus.
Bonität in der Praxis
Nehmen wir zwei Personen, die denselben Ratenkredit über 15.000 Euro mit 60 Monaten Laufzeit beantragen. Person A mit unbefristetem Arbeitsvertrag, geordneten Finanzen und positiver Auskunft erhält ein Angebot mit 5,0 Prozent effektivem Jahreszins, Person B mit geringerem frei verfügbarem Einkommen und mehreren laufenden Krediten dagegen 9,0 Prozent. Das bedeutet über die Laufzeit einen Kostenunterschied von deutlich über 1.000 Euro. Als Kreditnehmer weiß ich damit: Meine Bonität ist bares Geld wert, noch bevor ich überhaupt verhandelt habe.
Vor einer Anfrage lohnt sich deshalb ein Blick auf die eigene finanzielle Gesamtsituation, etwa im Rahmen eines Kreditvergleichs mit Konditionsanfrage.
Worauf sollte man achten?
Mehrere Kreditanfragen bei verschiedenen Banken klingen nach gründlichem Vergleichen, im Score können sie aber genau das Gegenteil bewirken: Im schlimmsten Fall verschlechtern gehäufte echte Kreditanfragen die eigene Einstufung so weit, dass das nächste Angebot teurer ausfällt oder ganz ausbleibt. Für Konditionsermittlungen sollte man deshalb stets eine bonitätsneutrale Konditionsanfrage nutzen, die sich nicht negativ auf den Score auswirkt.
Sinnvoll ist außerdem, gespeicherte Auskunftei-Daten regelmäßig zu prüfen und fehlerhafte Einträge korrigieren zu lassen. Dieses bedeutet zwar etwas Aufwand, verhindert aber, dass veraltete Merkmale die Einstufung unnötig drücken. Wer seine Bonität verbessern möchte, sollte Rechnungen pünktlich zahlen, nicht benötigte Konten und Karten kündigen und laufende Kredite geordnet zurückführen. Grundlagen dazu bietet der Bereich Finanzwissen.