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Annuität
Die Annuität ist die gleichbleibende Jahresrate eines Darlehens, die sich aus einem Zinsanteil und einem Tilgungsanteil zusammensetzt.
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Was bedeutet Annuität?
Die Annuität bezeichnet die regelmäßige, in ihrer Höhe konstante Zahlung, mit der ein Annuitätendarlehen bedient wird. Sie besteht aus zwei Bestandteilen: dem Zinsanteil, der die Kosten für die Kapitalüberlassung deckt, und dem Tilgungsanteil, der die Schuld verringert. In der Praxis wird die Annuität meist auf monatliche Raten umgerechnet.
Das Besondere am Annuitätendarlehen ist die Verschiebung innerhalb der Rate: Weil jede Tilgung die verzinste Restschuld senkt, sinkt der Zinsanteil von Rate zu Rate, während der Tilgungsanteil im gleichen Maß steigt. Die Gesamtrate bleibt dabei unverändert, solange der Sollzins festgeschrieben ist.
Annuitätendarlehen sind die übliche Form der Immobilienfinanzierung in Deutschland und auch bei Ratenkrediten das Standardmodell.
Annuität in der Praxis
Nehmen wir ein Darlehen über 200.000 Euro, vereinbart mit 3 Prozent Sollzins und 2 Prozent anfänglicher Tilgung. Die Annuität beträgt dann 5 Prozent von 200.000 Euro, also 10.000 Euro pro Jahr oder rund 833 Euro im Monat. Das bedeutet für das erste Jahr: etwa 6.000 Euro entfallen auf Zinsen, rund 4.000 Euro auf die Tilgung. Als Kreditnehmer weiß ich damit von Anfang an, welche Rate mich Monat für Monat erwartet, solange der Zins festgeschrieben ist. Nach einigen Jahren hat sich das Verhältnis innerhalb der Rate spürbar verschoben, weil die Restschuld gesunken ist und dadurch weniger Zinsen anfallen.
Worauf sollte man achten?
Die anfängliche Tilgung klingt nach einem technischen Detail, entscheidet aber über Laufzeit und Gesamtkosten des Darlehens. Wählt man sie zu niedrig, führt das zwar zu einer geringeren Rate, verlängert aber die Laufzeit erheblich und erhöht die gesamten Zinskosten. Bei einer Baufinanzierung gilt eine anfängliche Tilgung von mindestens 2 Prozent als verbreitete Orientierung.
Wichtig ist außerdem der Blick auf die Restschuld am Ende der Zinsbindung: Dieses bedeutet, der verbleibende Betrag muss zu den dann gültigen Konditionen weiterfinanziert werden, im schlimmsten Fall zu deutlich höheren Zinsen und mit einer spürbar höheren Monatsrate. Wer Spielraum hat, sollte Sondertilgungsrechte vereinbaren, um die Restschuld schneller abzubauen.