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Zinstreppe
Die Zinstreppe ist eine Sparstrategie, bei der Festgeld auf mehrere Laufzeiten verteilt wird, sodass regelmäßig ein Teil des Geldes frei wird.
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Was bedeutet Zinstreppe?
Die Zinstreppe, auch Festgeldleiter oder Laufzeitenstaffelung genannt, ist eine Methode, um die Vorteile von Festgeld mit mehr Flexibilität zu verbinden. Statt eine Summe komplett für eine einzige Laufzeit anzulegen, teilt der Sparer sie in mehrere gleich große Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten auf, etwa ein, zwei und drei Jahre.
Läuft die kürzeste Tranche aus, wird sie zur jeweils längsten Laufzeit der Staffel neu angelegt. Nach einer Aufbauphase ist damit dauerhaft jedes Jahr eine Tranche fällig. So entsteht ein rollierendes System: Ein Teil des Geldes wird regelmäßig verfügbar, während der Rest von den in der Regel höheren Zinsen längerer Laufzeiten profitiert.
Die Zinstreppe reduziert zudem das Zinsänderungsrisiko. Steigen die Zinsen, kann die frei werdende Tranche zu besseren Konditionen angelegt werden. Fallen sie, sind die übrigen Tranchen noch zum alten Satz gebunden.
Zinstreppe in der Praxis
Nehmen wir ein generisches Beispiel ohne Bezug zu aktuellen Konditionen: Ein Sparer teilt 30.000 Euro in drei Tranchen zu je 10.000 Euro und legt sie für ein, zwei und drei Jahre an, zu Beispielzinsen von 2,0, 2,3 und 2,6 Prozent. Nach einem Jahr wird die erste Tranche fällig und für drei Jahre neu angelegt. Das bedeutet: Ab dann läuft jedes Jahr eine Tranche aus, über die der Sparer frei verfügen oder die er erneut anlegen kann. Als Sparer kann ich so von den längeren Laufzeiten profitieren, ohne das gesamte Geld auf Jahre wegzuschließen.
Worauf sollte man achten?
Die Zinstreppe eignet sich für Geld, das mittelfristig nicht benötigt wird. Ein separater Notgroschen auf dem Tagesgeldkonto sollte vorher aufgebaut sein. Die Staffelung wird gern als jederzeitige Verfügbarkeit missverstanden; tatsächlich ist jede Tranche während ihrer Laufzeit fest gebunden, und im schlimmsten Fall ist bei einem plötzlichen Geldbedarf monatelang keine Tranche fällig.
Bei jeder fälligen Tranche lohnt der Blick in den Festgeld-Vergleich, da die Konditionen verschiedener Banken deutlich auseinanderliegen können. Wichtig sind außerdem die Weisungsfristen der Banken, damit keine ungewollte Prolongation erfolgt, sowie die Einlagensicherung, wenn Tranchen bei mehreren Instituten liegen. Dieses bedeutet etwas Pflegeaufwand, der sich mit einem Kalendereintrag je Tranche gut beherrschen lässt.